Zur Person:

Name:
GMD Florian Merz

Wohnort:
Düsseldorf / Bad Elster

derzeitige Tätigkeit:

  • geschäftsführender Intendant der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH
  • Geschäftsführer der Chursächsischen Philharmonie

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GMD Florian Merz: Auf zur Kreuzkapelle!

Inspiration an der Kreuzkapelle

Kreuzkapelle Bad Elster

Ein Ort der Inspiration - auch für Dirigenten:
Die historische Kreuzkapelle im Waldpark

Bad Elster bietet verschiedenste Wandermöglichkeiten mit vielen Facetten - diese sich ergänzende Gesamtheit ist der eigentliche »Wanderstar«! Der Intendant und Generalmusikdirektor empfiehlt als Inspirationsquell zwischen Proben und Theaterarbeit eine Kurzwanderung zur spirituell-anmutenden Kreuzkapelle von 1877 im historischen Waldpark Bad Elster:

»Wir beginnen am Königlichen Kurhaus Bad Elster, im Zentrum der Stadt. Hier kann man beim Start den wohl schönsten Anblick in Bad Elster genießen: Den stilvollen Albert Park vor dem Kgl. Kurhaus mit prachtvoller Bäderarchitektur! Doch los geht’s: Nach Kreuzung der Badstraße und dem Weg hinter dem Parkhaus am Waldesrand, gelangt man auf bestens ausgebautem Weg nach wenigen Minuten zum märchenhaft gelegenen Cafe-Restaurant »Waldquelle« mit seinen herrlichen Teich- und Außenanlagen.

Weiter geht's hier rechts auf einem kleinen Pfad bergauf, direkt kurz vor dem historischen Musikpavillon an der Waldquelle aus dem 19. Jahrhundert - in welchem ich schon oftmals begleitet von Naturgeräuschen wie Vogelzwitschern und Waldesrauschen dirigieren durfte. Wir folgend dem Pfad oberhalb links, parallel zum eingezäunten Areal des NaturTheaters Bad Elster. Auf dem Weg zum Zaunende hin, passiert man die nie veränderten, historischen "Aborte" von 1911 und erblickt schließlich am Zaunende die hölzernen Kassenhäuschen aus dem gleichen Baujahr: Damals wurde dieses NaturTheater als erstes seiner Art in ganz Sachsen durch das Sächsische Königshaus für Goethe- Festspiele errichtet… Hier befand sich im Übrigen auch der Auslauf der historischen Rodelbahn, welche zu Königszeiten das Wintererlebnis im Waldpark war. 

Geradewegs weiter zweigt nach ca. 100 Metern rechts ein Weg aufwärts ab, welchem in der großzügigen Waldschneise die relativ steil ansteigende Wegung folgt. Wenn man bedenkt, dass dies früher im Winter die berühmte Rodelbahn war- und nicht die aufgrund des Gefälles eher zu vermutende Anlaufspur einer Skisprungschanze - bekommt jeder großen Respekt vor der damalig königlich-sächsischer Rodelkunst!

Während des kurzen Aufstieges etwa bis zur Bergmitte erblickt der aufmerksame Beobachter links im Wald die über 100 Jahre alten Schutzhütten und schon nach wenigen Minuten rasch gewonnener Höhe liegt versteckt links unser Ziel: Die Kreuzkapelle! Dort angelangt ist es faszinierend beim wohlverdienten Ausruhen der »Waldsymphonie« zu lauschen - einer immer anders erlebbaren Naturkomposition von Wasserplätschern und Tröpfeln der Brunnen und Quellen, dem Rauschen des alten Baumbestandes oder dem sanften Pfeifen des Windes rund um die Kapelle. In meiner Phantasie stelle ich mir hier immer ein Gemälde davon von Caspar David Friedrich vor.

In der historischen Kreuzkapelle tanke auch ich wie viele andere immer neue Inspiration und Lebenskraft - Danke den Erfindern, Erbauern und Pflegern! Nach dem motiviertem Abstieg in die Lebensrealität lädt dann das Cafe-Restaurant »Waldquelle« zur geruhsamen Einkehr ein...«


Kurzbeschreibung: Königliches Kurhaus - Parkhaus - Musikpavillon am NaturTheater - Rodelbahn - Kreuzkapelle - Cafe-Restaurant »Waldschlösschen« - Königliches Kurhaus

Distanz: ca. 3 km

Laufzeit: ca. 1 Stunde (moderater Anstieg)