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75. Treffen des Arbeitskreises der Staatsbäderstädte

24. Oktober 2025

Bad Elster/RH. Zum 75. Arbeitskreis der Staatsbäder-Städte trafen sich Bürgermeister und Kurdirektoren in diesem Jahr im mittelhessischen Bad Nauheim, um gemeinsame Positionen festzulegen, Best-Practise-Beispiele kennenzulernen und sich auszutauschen.

Die finanziellen Belastungen der Unterhaltung historischer Gebäude sowie gesetzliche und behördliche Auflagen im Betrieb von Heilquellen, Gradierbauten und Thermen standen dabei im Mittelpunkt. Insbesondere die Aufbereitung von Solen und Mooren, den natürlichen Heilmitteln und damit seit Jahrzehnten und teilweise seit Jahrhunderten den Grundlagen vieler Heilbäder,werden immer aufwändiger und teurer.

Die Vertreter aus den ehemaligen und noch bestehenden Staatsbädern fordern pragmatische und verhältnismäßige Lösungen, ohne dabei das Schutzziel wie beispielsweise den Gewässerschutz aus dem Auge zu verlieren. Gleichzeitig stellten die Kurverantwortlichen fest, dass dabei die Herangehensweise von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich ist. Auch die finanzielle Unterstützung der Heilbäder im Allgemeinen und der Staatsbäder mit ihren
historisch bedingt meist sehr hohen finanziellen Belastungen im Besonderen ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich.

Der Sprecher des Arbeitskreises, Bürgermeister Olaf Schlott aus dem sächsischen Bad Elster, freute sich wieder über zahlreiche Teilnehmer. Der Bad Nauheimer Bürgermeister Klaus Kress und Kurbetriebsleiter Steffen Schneider hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Fachbereichsleiter Matthias Wieliki und Heiko Heinzel, Fachdienstleiter Oliver Wolf, Sprudelhof-Stiftungsvorstand Frank Thielmann sowie Almut Boller, Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbandes, gaben einen Einblick in aktuelle Projekte und Entwicklungen in Bad Nauheim sowie in die hessische Markenkampagne „Kurvision“.

Am zweiten Tag besuchten die Teilnehmer die neue Therme, den Kurmittelbereich „Spa Nouveau“ im Badehaus 2, den Heilwald, die Gradierbauten, das Jugendstilforum im Badehaus 2 sowie die Trinkkuranlage. Bad Nauheim, so das Fazit der Teilnehmer, hat mit seinen zahlreichen Kliniken, den attraktiven Kureinrichtungen, einer lebhaften Innenstadt und einer insgesamt sehr hohen Aufenthaltsqualität den Strukturwandel der vergangenen 30 Jahre mit der Landesgartenschau 2010 als Katalysator sehr gut gestaltet und könne sehr positiv in die Zukunft blicken.

Bürgermeister Schlott bedankt sich herzlich beim diesjährigen Gastgeber für die umfangreichen Einblicke und die sehr interessanten Fachvorträge.

Im kommenden Jahr findet das Treffen der Staatsbäder-Städte in Bad Mergentheim statt.

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