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eins investiert in Fernwärmenetz von Bad Elster

29. April 2021

Bad Elster/RH. Der Versorger eins investiert umfangreich in das Fernwärmenetz von Bad Elster und stellt die Fernwärmeversorgung damit zukunftssicher auf. Um das zu erreichen sind im traditionsreichen Sächsischen Staatsbad kurz- und mittelfristig verschiedene Baumaßnahmen geplant. Beginnen sollen die Aktivitäten bereits in diesem Jahr.

Sie dienen der Effizienzsteigerung der Erzeugungs- und Verteilungsanlagen mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit des Standortes zu sichern. Damit wird das Kraftwerk für die Zukunft ausgerichtet. Gleichzeitig sollen für die Kunden die Fernwärmepreise günstig bleiben.

In einem ersten Schritt wird das Dampfnetz abgelöst. Dadurch wird ein Rückbau der Dampftrassen, die teilweise oberirdisch verlegt sind, möglich. Neue Trassen für das Heißwassernetz werden in der Erde verlegt. Die technische Planung zur Umstellung des Fernwärmenetzes läuft bereits. Dazu wurde die Stadtverwaltung in die Planungsaktivitäten eingebunden.

Bad Elsters Bürgermeister Olaf Schlott freut sich über die geplanten Investitionen und die damit einhergehende Modernisierung des Fernwärmenetzes durch eins und sichert die Unterstützung der Stadt Bad Elster im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu. „Aus meiner Sicht und Erfahrung ist das Thema Luftqualität im traditionsreichen Sächsischen Staatsbad, gerade vor dem Hintergrund der regelmäßig wiederkehrenden Prädikatisierung enorm wichtig“, betont er. Mit dem Standort des Fernheizwerkes am Ortseingang Bad Elsters wurde schon mit Baubeginn vor über 120 Jahren diesem Umstand zukunftsweisend Rechnung getragen. „Mit den geplanten Maßnahmen geht man nun einen nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Fernwärmeversorgung in Bad Elster und stellt sich damit den Herausforderungen der Zukunft“, so Schlott.

Im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts als Wegweiser für die Zukunft von Bad Elster mit den beiden Ortsteilen Mühlhausen und Sohl, wird nach Ansicht von Bürgermeister Schlott auch ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche Umwelt, Energie und Klimaschutz gelegt. „Zur Erreichung der gesteckten Ziele, tragen die Investitionen von eins in erheblichem Maße bei“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Das unterirdische Verlegen der Versorgungsleitungen habe zudem positive Auswirkungen auf das Stadtbild, werden doch die momentan noch oberirdisch verlaufenden Leitungen oftmals als störend wahrgenommen.

Letzendes rechnet Bürgermeister Olaf Schlott durch die geplante Reduzierung der Verluste und Steigerung der Rentabilität mit einer finanziellen Stabilisierung für den Endverbraucher bzw. die Mieter.

Das Wärmeversorgungsnetz im Wohngebiet "Am Kuhberg", in dem 530 Wohnungen von der Fernwärme profitieren, wird ebenfalls modernisiert. In diesem Zusammenhang erfolgt die Umstellung im Neubaugebiet von einem oberirdisch verlegten 4-Leiter- auf ein erdverlegtes 2-Leitersystem.

Mit diesen Maßnahmen wird die Effizienz des Fernwärmenetzes erheblich gesteigert. Die Umsetzung der Fernwärmenetzumstellung wird ab Herbst 2021 mit Vorarbeiten beginnen. 2022 sind die Hauptarbeiten geplant und spätestens 2023 ist der Abschluss der Dampfnetzablösung vorgesehen. Die Investitionskosten für die gesamte Dampfnetzablösung betragen ca. zwei Millionen Euro.

Auch die Erzeugungsanlagen im Fernheizwerk stehen im Focus. Der Stand der Technik des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks zeigt heute bereits einen Kraft-Wärme-Kopplungsanteil der Erzeugung von 100 Prozent. Damit ergibt sich ein Primärenergiefaktor von 0,65. Diese sehr guten Werte, die durch dezentrale Lösungen nur schwer zu erreichen sind, erfüllen alle notwendigen Vorgaben für eine umweltgerechte Wärmeversorgung, auch für Neubauten. Die Umstellung der Netze ist Grundlage für die nachfolgend geplante Umsetzung der Erzeugerstrategie am Kraftwerksstandort ab 2023, an deren Konzeption ein Ingenieurteam von eins derzeit arbeitet.

Ziel der Vorhaben ist es, die Energieeffizienz zu steigern, die Wirtschaftlichkeit des Standortes zu sichern und die Wärmepreise günstig zu halten. Oberstes Ziel ist die Sicherung der Luftqualität in der Kurstadt durch eine umweltfreundliche zentrale Erzeugung am Stadtrand.

Foto: eins

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