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Projekt: Sanierung des Damenbadgebäudes im Licht-, Luft- und Schwimmbad Bad Elster

Zur Sanierung des Gebäudes am Damenbad im Licht-, Luft- und Schwimmbad stehen der Stadt Bad Elster Mittel aus dem Ziel 3 Programm zur Verfügung, die von der Sächsichen Aufbaubank zur Verfügung gestellt werden.

Wie beim Projekt am Rosengarten und am Gondeltich erfolgt dies in Kooperation mit unserem Projektpartner, der Stadt Aš. Ziel der Förderung ist es kulturhistorische Denkmale entlang der Weißen Elster zu sanieren bzw. zu restaurieren, und somit der breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Mit dem grenzübergreifenden Projekt soll den Menschen die bewegte Geschichte dieser Grenzregion näher gebracht werden.

Im Einzelnen besteht das Projekt aus folgendem Inhalt.

Zwischen Kopaniny und Bad Elster wird ein Lehrpfad mit 11 Stationen über historische Anlagen in dieser Region informieren. Faltblätter und Informationen hierzu sind sowohl in der Touristinformation Bad Elster als auch in der Touristinformation Asch erhältlich.

Für das Projekt stehen laut Zuwendungsvertrag Projektmittel in Höhe von 155.200,00 € für die tschechische Seite und 346.266,42 € für die deutsche Seite zur Verfügung. 85 % der Ausgaben erhalten die Projektpartner durch EU-Förderung zurück. Die Umsetzung des Gesamtprojektes muss bis Ende Mai 2015 erfolgen.

Auf tschechischer Seite umfasst das Projekt insbesondere die Erschließung eines Rundwanderweges um Doubrava und dessen Ausstattung mit Informationstafeln. Hauptaugenmerk liegt auf der archäologischen Freilegung der Grundmauern der ehemaligen Papiermühle, und der landschaftsgärtnerischen Gestaltung im Umfeld. Steingeräte der Papiermühle, die  vorübergehend im Museum gelagert wurden, können nach Abschluss der Arbeiten zwischen den freigelegten historischen Grundmauern besichtigt werden.

In Bad Elster wird im Rahmen des Projektes das Gebäude des ehemaligen Damenbades saniert.

Neben den zimmermannstechnischen Arbeiten werden die Gründung  des Gebäudes erneuert und das Dach saniert,  um die Erhaltung der holzbaulichen Anlage dauerhaft sicherzustellen. Außerdem wird das Gebäude wasser- und abwassertechnisch erschlossen und erhält sanitäre Anlagen (Duschen und WC), die saisonal in Betrieb genommen werden sollen. In diesem Zusammenhang können auch Teile der Außenanlagen in unmittelbarer Nähe zum Gebäude überarbeitet werden.

 

Das Gebäude am Damenbad mit seinen Umkleidekabinen ist ein wesentlich architektonischer Bestandteil der 1906 von Schindel angelegten Anlage. Bei dem Objekt handelt es sich um Originalsubstanz. Das Bad ist mit seiner Gliederung in Herren-, Damen- und Familienbad und seinen Fachwerkgebäuden deutschlandweit heute die einzige Anlage dieser Art. Das Naturbad ist seit 1994 nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz als Gartendenkmal und die Holzgebäude als Baudenkmal gelistet.